Ein neues Jahr hat begonnen….
….oh Schande wo soll ich nur anfangen, nachdem ich solange den Blog hab brach liegen lassen. Nun ja zunächst erstmal ein Nachtrag zu den nächtlichen Aktivitäten in meinem Zimmer. Meine Zimmergenossin die Fledermaus wurde erfolgreich evakuiert und ward als bald im Schuppen auch nicht mehr gesehen. Ingo hat mir dabei tatkräftig geholfen und sich gleich mit dem Prachtexemplar ablichten lassen.

Ingo und die Maus
Aber nicht nur Fledermäuse laufen einem hier über den Weg, sondern auch andere Exemplare einer interessanten Tierwelt und so wird das wohl heute ein Special in meinem Blog. Ich will nicht wissen, was einen hier sonst noch alles beobachtet, aber laut dem “Schwarm” (meine derzeitige Lektüre) könnte es sein, dass wir unter stetiger Beobachtung stehen. Es macht fast so den Anschein…die Gottesanbeterin war zumindest mehr als neugierig und hat direkt ins Kameraobjektiv geschaut. Schönes Foto eines wirklich faszinierenden Tieres.

Gottesanbeterin
Jan hat in seinem Jugendlichen Leichtsinn auch nicht halt vor dem dicken Tausendfüßler gemacht und keine Berührungsängste gehabt.

Tausendfüßler
Ich bin da eher vorsichtig und das ist auch gut so. Den Ingo sprach im Nachhinein die große Warnung aus. Diese Gattung ist wohl nicht ganz ungefährlich.Na Jan, gut das du nicht so doll gekuschelt hast. Weitere auch kulinarische Köstlichkeiten der kleinen tansanischen Tierwelt folgen.
Aber jetzt erstmal zu dem auch für mich interessantem Essen aus unserem Kinderdorf. Gloria beschäftigt sich gerade mit ihrer Zwischenmahlzeit “Kande”, einem Mischmasch aus Bohnen und Mais. …und mein persönliches Lieblingsessen. Eigentlich total lecker, auch wenn man ihr das nicht wirklich ansieht.

Kande
Gloria gehört eigentlich nicht offiziell zum Waisenhaus, aber da unsere Hausmamas zum ersten Mal in ihrem Leben Urlaub machen durften und zwar auf Sansibar, hat ihre Mama Gloria in unsere Obhut gegeben. Viele Mamas haben ein Jahr von ihrem Gehalt einen kleinen Betrag gespart und so konnte mit einem kleinen Zuschuss die Reise finanziert werden. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie groß die Aufregung war. Wirklich toll! Und so hab ich Gloria gleich eingespannt und in den Ferien mein Montessorimaterial für den Kindergarten hergestellt.

Zahlen und Buchstaben zum Fühlen
Ich muss mich an dieser Stelle nochmal bei allen tollen Menschen aus Deutschland bedanken, die mir noch eine Spende im Nachhinein gegeben haben. Diese wird konkret in den Kindergarten fließen. So konnte ich bisher Bastelmaterial, Hefte, Besen, Sitzmatten und die kleine medizinische Versorgung (Behandlung von Pilzen, Erste-Hilfe-Kasten) sicherstellen. Ich bin total begeistert. Geplant ist auch noch die Anschaffung von zwei Fahrrädern, die Irene und ich für den Weg für die Schule benutzen werden und nachmittags für den Milchverkauf im Dorf, welches die kleineren Jungens übernehmen. Zunächst müssen die Fahrräder aber erstmal ins Kinderdorf kommen. Das wird eine schöne Radtour von 40 Km und das wo Frauen hier eigentlich gar nicht Fahrrad fahren. Nun ja aber ich als Mzungu hab ja doch oft eine Sonderrolle, neben meiner unverständlichen Joggerei kommt jetzt auch noch das Radel dazu:-). Das mit dem Radfahren könnte auch ein Vorteil sein. Vielleicht schaffen Jan und ich es dann zur WM zur Spielübertragung schneller ins Dorf. Aber vielleicht passieren ja noch Zeichen und Wunder und irgendwo taucht ein Fernseher auf. Unsere Kinder finden Fussball nämlich auch toll und Jan und ich wollen diese grandiose Ereignis gleich mit ein bisschen Geographiekunde verbinden. Im Übrigen macht selbst vor der Markthalle in Mbeya die Fussballbegeisterung nicht halt. Das Outing meines hübschen Chapatimanns wurde auch gleich über die Wand kommuniziert.

Vorbereitung auf die WM
Zu guter Letzt noch zu unser neuen Sucht, BAO. Ein tolles afrikanisches Brettspiel für entspannte Abende im Kinderdorf oder anderswo. Tolles Spiel, die Regeln findet ihr bestimmt im Internet und es lohnt sich wirklich mal ein bisschen afrikanisch zu spielen.

Spielbrett Bao
Wir hören sehen uns in zwei Wochen und dann erzähl ich euch, ob das mit der Resident Permit auch ohne Korruption geklappt hat.
Tutaonana, Rafiki Yangu!
(Bis bald meine Freunde…kleine Schritte aus der Sprachlosigkeit..jeden Tag ein bisschen besser)
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