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Fitte Kinder brauchen Pizza, und die am Besten selbst gemacht…

Die letzten Wochen hab ich buchstäblich “alleine” ohne meinen lieben Kollegen Jan im Kinderdorf verbracht…Mamaworkshops geplant und durchgeführt, das Wochenende mit den Kindern gerockt und den Kindergarten im Dorf durcheinander gebracht. Neben einigen Konflikten mit meinen Kollegen on side war die Zeit ein bisschen lang und hart für mich. Kein Chipsy essen im Dorf (Weg zu weit und dunkel), kein Film gucken am Abend (Accu ist ein Weichei und überall wo ich mich abends aufhalte gibts auch keine Energie)….Und so hab ich die meiste Zeit alleine unter dem Sternenhimmel gesessen und mich auf meinen baldigen Urlaub gefreut. Irgendwann war auch Jan wieder da und hat sich postwendend mit Malaria ins Bett gelegt. Malerone ist wohl doch noch der beste Reisebegleiter für Sansibar und co. Hinterher ist man immer schlauer.
Viele Kinder haben sich nun aufgemacht, um in den einmonatigen Schulferien Bibi und andere Verwandte in der nächsten Umgebung zu besuchen. Bis dato ist aber viel passiert in Amani.
Und hier nun ein kleiner Rückblick:

Die Wochenendaktivitäten laufen überaus gut. Die letzten fünf Wochen habe ich geplant, eingekauft und mit meinen Kiddies Spass gehabt. Die Kinder haben mich mit Beziehung belohnt und ich merke von mal zu mal wie wichtig dieses Gefühl “Hier ist endlich mal jemand zu hause und interessiert sich für mich…” für diese Kinder ist.
Kochen…nein…Pizza war neulich ein lang ersehntes und leckeres Highlight. Wir haben Zwiebeln, Tomaten, Paprika, Karotten etc. mit 15 Kindern, drei Messern und einem Brett geschnitten.

Fitte Kindern brauchen gutes Essen

Fitte Kindern brauchen gutes Essen

An diesem Punkt habe ich gemerkt, dass im Waisenhaus nie pädagogisch gearbeitet wurde. Es fehlt einfach an allem. Aber das wird sich bald ändern mit der Ankunft des Containers und Ingos Wiederkehr, der mir vor Kurzem versprochen hat, gerade für den pädagogischen Bereich Extraspenden zu sammeln. Zur Zeit gibt es für die Arbeit mit den Kindern (insbesondere für die Aktionen mit den älteren Kinder) noch kein Budget. Ich muss mich an dieser Stelle bei meinen Spendern bedanken. Wären diese Spenden nicht eingegangen, hätten wir mit weitaus mehr Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen, unseren pädagogischen Ideen umzusetzen. VIELEN DANK!!!

Ein Beispiel für einen wirklich schönen Sonntag wäre unsere Bergsteigaktion. Obwohl die großen Riesen praktisch vor der Haustür liegen, hab ich und dementsprechend auch die Kinder, diese nur von Weitem gesehen. So hab ich eines Sonntags Wassermengen, Kinder und zwei unserer Studenten geschnappt und wir sind nach ganz oben gestiegen.

Mountainwalk

Mountainwalk

Ich war fertig und alle anderen glücklich. Das Highlight einer Soda als Belohnung am Ende unser Aktion hat alle in den Himmel der Glückseligkeit gestürzt.

Wiebke ist fertig...

Wiebke ist fertig…

Auch die Fussballweltmeisterschaft darf nicht so komplett an uns vorbeiziehen, auch wenn die Gefahr in Mbigili groß ist. Nach langatmigen Kämpfen mit dem ansässigen Staff haben wir uns nun das Recht für unsere Kinder erkämpft ein paar Mal beim Dorfvorsitz zu schauen. Und so haben wir heute Japaner Fussballspielen sehen und Ghana zugejubelt. Die Kinder und wissen leider immer noch nicht wie es ausgegangen ist. Die Dunkelheit brach über uns herein und der Amani-Internetstick ist auf unerklärliche Weise verschwunden….

Wie war das mit dem Fussball und dann auch noch weltweit?

Wie war das mit dem Fussball und dann auch noch weltweit?
Neben den vielen Wochenendaktionen und Fussball gibt es aber auch noch andere neue Ideen, die ich gerade umsetze. So läuft derweil einmal die Woche jetzt ein Fitnesskurs für die großen Jungs und Mädels – leider mangelt es oben und unten an Sportklamotten, so dass wir zum Teil mit Schlappen und Jeans unsere Joggingstrecke bewältigen. Obwohl unsere Kiddies alle schlank und rank und auf den ersten Blick sehr sportlich wirken, haben sie zwar Kondition, aber die Umsetzung von Übungen (zum Dehnen, Gleichgewichthalten und Muskulaturstärkung) fällt dann doch ganz schön schwer.

Der Mamaworkshop läuft wieder richtig gut und wenn ich Glück haben fangen wir mit viertelstündiger Verspätung fast pünktlich an. Lockmittel sind die Kekse, Bonbons und Müsliriegel, die obwohl reichlich vorhanden, immer gemäß der Vorratshaltung genommen und gebunkert werden. Das neue am Mamaworkshop ist dennoch der neue Mamaworkshop, der jetzt Di Vormittag stattfindet. Hier sollen die Mamas lernen sinnvoll mit Kindern zu spielen, neue Spielideen kennenzulernen und zu überlegen, wie man diese bestmöglich mit Kindern umsetzen kann. Also auf zum Topfschlagen, Schwänzchenfangen, Plumpssack jagen…
Olala

Olala
Außerdem hab ich jetzt Lina an meine Seite bekommen. Sie ist erst zwanzig, aber hat einen wunderbaren Draht zu den Kleinen, besonders zu unserem Sorgenkind Baraka. Der hat heute zumindest schon gefragt, wo seine neue Weggefährtin ab geblieben ist….und das ist auch gut so, denn die beiden müssen die nächsten zwei Wochen ein gutes Team frei nach dem Motto “Alles rund ums Klo” abgeben, denn hier muss der Baraka noch nen bisschen trainieren.

Vertrauensaufbau für ein neues Thema

Vertrauensaufbau für ein neues Thema
Zu guter Letzt gibt es natürlich noch ein Leben neben Mbigili….und so sind wir auch ab und an zu Partys mit Mottos a la Bad Taste eingeladen.

Mitumba des schlechten Geschmacks

Mitumba des schlechten Geschmacks

(Da macht das Shoppen auf dem Mitumba endlich einen Sinn…) oder wir fahren in den Urlaub. Diesmal bin ich und mein hoher Besuch aus Deutschland dran und wir werden eine kleine Tansania Rundreise begehen.
Auf und davon…und Tschüss!!!

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